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Schulprojekt

"Seelenschatten - Leben mit Angst und Depression"

Im Rahmen des „Tiroler Bündnisses gegen Depression“ wird das - seit fünf Jahren erfolgreiche - Schulprojekt mit Themenschwerpunkt Depression angeboten.

Organisiert und durchgeführt wird das Schulprojekt in Kooperation von der pro mente tirol, dem Verein Start - Sozialtherapeutische Arbeitsgemeinschaft Tirol und dem Landesschulrat für Tirol.

Wir laden Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen Unterrichtsfächern (Psychologie, Deutsch, Geschichte, Biologie, Religion, etc.) ein, ihre SchülerInnen (Oberstufe, ab 16 Jahren) mit dem Thema Psychiatrie zu konfrontieren und gemeinsam mit Fachleuten und Menschen, die eigene Erfahrungen mit einer depressiven Erkrankungen haben, zu diskutieren.

Das Angebot ist für die Schulen kostenlos.

Ausgangssituation

Jeder vierte Österreicher erlebt im Laufe seines Lebens eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung. Dabei sind psychische Erkrankungen noch immer ein Tabuthema. Die Einstellung der Bevölkerung gegenüber psychisch kranken Menschen ist geprägt von verzerrten Vorstellungen und Unwissenheit. Das führt zu Vorurteilen, Ausgrenzung und Stigmatisierung der Betroffenen und erschwert die Heilung und Wiedereingliederung. Die Folgen der sozialen Ausgrenzung sind mindestens ebenso belastend wie die Krankheit selbst.

Mindestens 5% der tiroler Bevölkerung - 35.000 Menschen - leiden derzeit an einer behandlungsbedürftigen Depression, laut WHO wird die Anzahl in den nächsten Jahren noch steigen. Die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Erkrankung sind für Betroffene und deren Angehörige immens. Dennoch erhält fast die Hälfte der Betroffenen keine adäquate Behandlung. Manchmal maskieren körperliche Symptome die Depression, häufig aber scheuen die Betroffenen den Weg zum Arzt oder anderen professionellen Hilfsangeboten, sei es aus Scham oder weil sie die Erkrankung als solche nicht erkennen. Dabei sind Depressionen - wie auch andere psychische Erkrankungen - behandelbar und heilbar.

Der Aufklärung von Jugendlichen kommt in der Gesundheitsvorsorge als zukünftigen MeinungsbildnerInnen eine wichtige Bedeutung zu.

Ziele der Schulaktion

  • Abbau von Ängsten gegenüber psychischen Erkrankungen, denn immer noch wird viel zu spät professionelle Hilfe aufgesucht
  • Information zu psychischen Erkrankungen und Psychiatrie
  • Förderung eines verständnisvollen Umgangs mit psychischen Krisen, Erkrankungen und Betroffenen, denn immer noch erschweren Unwissen, Vorurteile und Ausgrenzung die Heilung und Rückkehr in den Alltag
  • Information über Anlaufstellen, Behandlungsmöglichkeiten für Betroffenen, deren Familien und Freunde

Ablauf

Kurzvortrag mit Diskussion: Basisinformationen über Ursachen, Erscheinungsformen und Behandlungsmöglichkeiten depressiver Erkrankungen.
Begegnung und Erfahrungsaustausch: Die SchülerInnen erfahren von Fachleuten und Betroffenen selbst, wie sie die Erkrankung, die Symptome, die Behandlung und ihren Alltag erleben.

Die MitarbeiterInnen der Gesellschaft für Psychische Gesundheit Tirol und des Vereins Start ermöglichen die Schulaktionen im Rahmen ihrer regulären Arbeitszeit. Wir bitten daher um Verständnis, dass Wunschtermine (Stundenplan) nach Möglichkeit eingehalten werden, die Termine aber gemeinsam mit den ReferentInnen abgesprochen werden müssen.

Die Aktion wird von der Universitätsklinik für Psychiatrie evaluiert, daher bitten wir die LehrerInnen und SchülerInnen vor und nach der Schulaktion sowie nach weiteren ca. 8 Wochen Evaluationsbögen auszufüllen und an uns zu retournieren.

Ort und Dauer

In den Räumlichkeiten der Gesellschaft für Psychische Gesundheit - pro mente tirol oder des Vereins Start in: Innsbruck und Lienz

Dauer: 2 Unterrichtseinheiten (ca. 100 Min.)

Kontakt

 pro mente tirol
"Schulprojekt"
Mag. Angela Ibelshäuser
Karl-Schönherr-Strasse 3, 6020 Innsbruck
Tel. (0512) 58 51 29 - 15, Fax DW 9
Email: eaad(at)gpg-tirol.at

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